KI-gestützte Meldung auf Grundlage der verlinkten Originalquelle.
In der Nacht zu Freitag haben zwei Polizisten mit Maschinenpistolen einen U-Bahn-Zug am Hochbahnhof Hallesches Tor in Kreuzberg durchsucht. Der Zug fuhr in Richtung Warschauer Straße. Ein Instagram-Nutzer filmte die Szene von der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofs. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Mann in einem Waggon die Hände hebt, während sich die Beamten absichern und mit gezogenen Waffen weitergehen. Der Nutzer versah den Clip mit dem Kommentar „Entspannter Freitag in Berlin“.
Der Einsatz hatte laut Martin Halweg, dem Sprecher der Berliner Polizei, einen ernsten Hintergrund. Halweg sagte auf Anfrage der B.Z., eine Frau habe gegen 0 Uhr am Bahnsteig den Notschalter gedrückt und um Hilfe gebeten. Demnach soll ein Mann Fahrgäste mit einer Waffe bedroht haben. Die Polizei schickte sofort Beamte zum Bahnhof. Weil diese von einer Bedrohungslage ausgehen mussten, waren auch Maschinenpistolen dabei.
Die Polizisten gingen streng gesichert durch jeden Waggon, trafen aber auf keinen bewaffneten Mann. Auch unter den befragten Fahrgästen hatte offenbar niemand einen Mann mit Waffe bemerkt.
Wird der Notrufknopf am Bahnsteig gedrückt, kann der dort haltende Zug nicht weiterfahren. Außerdem beginnt automatisch die Videoüberwachung an der Notrufsäule. Laut Halweg wurde diese Aufnahme gesichert. Sie zeigt demnach die Frau, die Alarm schlug, aber weder eine Gefahrenlage noch einen bewaffneten Täter.
Ebenfalls gesichert wurden Überwachungsaufnahmen aus dem Zug der Linie U3. Deren Auswertung ist nach Angaben des Polizeisprechers noch nicht abgeschlossen.
Missbrauch von Notrufen ist laut B.Z. kein Kavaliersdelikt. Nach Paragraph 145 des Strafgesetzbuchs (StGB) droht dafür eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. Sollte sich herausstellen, dass die Frau böswillig gehandelt hat, werde gegen sie ermittelt. Halweg betonte, die Polizei nehme dennoch zunächst jeden Notruf ernst.
