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Unternehmen und Verbände der Erneuerbaren-Branche aus ganz Deutschland haben am Freitag im Berliner Regierungsviertel für verlässliche politische Rahmenbedingungen und einen fortgesetzten Ausbau von Wind, Sonne und Co. demonstriert. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Erneuerbare Energien: Ausbauen statt Ausbremsen". Die Polizei zählte bei Kundgebung und Demonstrationszug 6.000 Teilnehmende, die Organisatoren sprachen von 8.000.
Aufgerufen hatte der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Die Teilnehmenden unterstrichen ihre Forderungen unter anderem mit Sprechchören wie "erneuerbar, unverzichtbar". Anlass sind geplante Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und beim Ausbau der Stromnetze.
Nach Darstellung des BEE werden die Entwürfe der Reform dem Ziel, die Energieversorgung des Landes kostengünstig, versorgungssicher und klimaneutral zu gestalten, nicht gerecht. Stattdessen sorge sie für Unsicherheit in einer boomenden Branche. Diese stehe laut Verband für Investitionen in Milliardenhöhe, regionale Wertschöpfung und rund 450.000 Arbeitsplätze.
BEE-Hauptgeschäftsführerin Christine Falken-Großer sagte, die Energiewende sei keine Spinnerei, sondern Realität und überall sichtbar: Solaranlagen stünden, Windräder drehten sich, Bioenergie liefere Strom, Speicher würden aufgebaut, und Unternehmen investierten. Das solle so bleiben, und dafür brauche es verlässliche Entscheidungen.
BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser erklärte, die Demonstration solle zeigen, wie vielfältig und groß die Branche sei. Diese benötige verlässliche Rahmenbedingungen. Am Rande der Kundgebung sagte sie, sie nehme die Abgeordneten als gesprächsbereit wahr. Sie hoffe nun auf Nachbesserungen an den geplanten Reformen.
Deutliche Kritik äußerten auch Vertreter der Wind- und Solarbranche. Jörg Ebel, Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft, sagte, was derzeit vorliege, sei keine Reform, sondern "schlecht gemachter Murks". Bärbel Heidebroek, Präsidentin des Bundesverbands Windenergie, erklärte, wer die Wirtschaft in Deutschland stärken wolle, müsse erneuerbare Energien ausbauen und dürfe sie nicht zurückfahren. Planungssicherheit sei Voraussetzung dafür, dass Unternehmen weiter investieren könnten.
Auf der Kundgebung machte außerdem ein Rotorblatt eines Windrads mit dem Motto der Demonstration die Forderung der Branche sichtbar.